Infos für Angehörige

Allgemeines

Wir sind der Meinung, dass es in den ersten Jahren der Krankheit, vor allem Empathie und Geduld braucht. Daher können sich hier auch Personen registrieren, wenn sie keine formale Ausbildung haben.
Jede/r Betreuerin kann jedoch angeben, welche Ausbildungen er/sie hat.  Angehörige können so Berufserfahrung und Ausbildung sich ansehen und selber entscheiden, was genau sie brauchen und bevorzugen.
Wir empfehlen Angehörigen jedoch, die Zertifikate über die angegebenen Ausbildung sich zeigen zu lassen.

Wir bekommen immer wieder Betreuungsanfragen von Angehörigen. Diese Anfragen sind aber oft wage und wir können raushören, das die Angehörigen nicht genau wissen, wie eine Entlastung für sie im optimalen Fall aussehen soll. Das ist auch sehr verständlich, da es sehr schwer ist, fündig zu werden. Der Erkrankte ist auf den nahen Angehörigen stark konzentriert und das Letzte über was sich Angehörige Gedanken machen, sind die eigenen Bedürfnisse und Wünsche. Daher haben wir einen Fragenkatalog zusammengestellt, der Angehörigen helfen soll, sich über die Art und das Ausmaß der Betreuung klar zu werden.

Hier geht es zur Checkliste!

 

Rechtliches

Die Handlungsfelder sind je nach Ausbildungsgrad verschieden. So gibt es eine eigene Rechtsvorschrift für Sozialbetreuungsberufe und ist hier zu finden. 

Gewerbetreibende, die das Gewerbe der Personenbetreuung ausüben, sind berechtigt, betreuungsbedürftige Personen zu unterstützen. Dies umfasst insbesondere folgende Tätigkeiten:

Haushaltsnahe Dienstleistungen insbesondere:

a) Zubereitung von Mahlzeiten
b) Vornahme von Besorgungen
c) Reinigungstätigkeiten
d) Durchführung von Hausarbeiten
e) Durchführung von Botengängen
f) Sorgetragung für ein gesundes Raumklima
g) Betreuung von Pflanzen und Tieren
h) Wäscheversorgung (Waschen, Bügeln, Ausbessern)

Unterstützung bei der Lebensführung insbesondere:

a) Gestaltung des Tagesablaufs
b) Hilfestellung bei alltäglichen Verrichtungen

Gesellschafterfunktion insbesondere:

a) Gesellschaft leisten
b) Führen von Konversation
c) Aufrechterhaltung gesellschaftlicher Kontakte
d) Begleitung bei diversen Aktivitäten

Wir empfehlen Ihnen mit dem/der BetreuerIn genau zu besprechen, was von der Betreuung erwartet wird und dies auch schriftlich festzuhalten, wobei zu beachten ist, dass die Selbstständigkeit nicht zu sehr eingeschränkt wird.
Was möchten Sie und was soll der/die Betreuerin alles machen und wann sind zb. die Essenszeiten oder die Zeit für Medikamteneinnahme?
Weiters geben Sie unbedingt dem/der BetreuerIn die notwendigen Information, falls ein Notfall eintritt.

Ja es muss zwischen beiden Parteien ein Vertrag abgeschlossen werden.
Bitte schauen Sie in unseren Downloadbereich, dort haben wir Musterverträge für Sie hinterlegt.

 

Qualtitätsicherung

Um Sie als Angehörige möglichst gut zu entlasten, raten wir, dass sie vorab genau klären, was sie sich von einer stundenweiser Betreuung erwarten und was Ihnen dabei wichtig ist. Fragen wie unten angeführt, sollten genau mit der Betreuungsperson geklärt werden:

  • Was soll gemacht werden? (z.B. gemeinsam kochen, spazieren gehen, Spiele spielen, Aktivierung generell)?
  • Was ist dem Patienten wichtig und soll unbedingt erfolgen (z.B. spezielle Speisen, Mittagsschlag, Jause zwischendurch, kein fernsehen, keine Musik…)?
  • Wer soll im Fall einer Frage oder Problems kontaktiert werden?
  • Was ist mir wichtig und wie stelle ich mir den optimalen Ablauf vor?

Es gibt in der Gewerbeordnung für Personenbetreuung Vorgaben für die Qualtitätssicherung, die wir Ihnen auch empfehlen, wenn sie stundenweise Betreuung in Anspruch nehmen.

Aus der Gewerbeordnung § 160

Qualitätssicherung für die Personenbetreuung

  • 160. (1) Die im § 159 genannten Gewerbetreibenden sind zurVerschwiegenheit über alle ihnen in Ausübung ihres Gewerbes anvertrauten oder bekannt gewordenen Angelegenheiten verpflichtet.
    Diese Verschwiegenheitspflicht besteht nicht, wenn und insoweit die betreuungsbedürftige Person oder deren gesetzlicher Vertreter ausdrücklich von dieser Pflicht entbindet.

Inwieweit die Gewerbetreibenden von der Verpflichtung zur Ablegung eines Zeugnisses zur Einsichtsgewährung in Geschäftspapiere oder zur Erteilung von Auskünften über ihnen in Ausübung ihres Berufes bekannt gewordenen Angelegenheiten in gerichtlichen oder verwaltungsbehördlichen Verfahren befreit sind, richtet sich nach den bezüglichen Rechtsvorschriften. Die vorstehend angeführten Bestimmungen gelten sinngemäß auch für die Arbeitnehmer der Gewerbetreibenden.

(2) Die im § 159 genannten Gewerbetreibenden haben

  1. mit der betreuungsbedürftigen Person oder deren gesetzlichem Vertreter eine Vereinbarung betreffendHandlungsleitlinienfür den Alltag und den Notfall abzuschließen, insbesondere über die Verständigung bzw. Beiziehung von Angehörigen, Ärzten oder Einrichtungen, die mobile Dienste anbieten, im Falle erkennbarer Verschlechterung des Zustandsbildes und
    2. das Haushaltsbuch zu führen und samt der Belegsammlung über einen Zeitraum von zwei Jahren aufzubewahren.

 

Beratungstellen, Links

Pflegetelefon
Beratung für Pflegende unter der Telefonnummer 0800 – 20 16 22
eine Initiative des BMSK, österreichweit und kostenlos oder Email:  pflegetelefon@bmask.gv.at

Sozialinfo Wien
Das Internet-Service des SozialRuf Wien 533 77 77 im Fonds Soziales Wien
mit sozial relevanten Informationen für Wien

Geronto Psychiatrisches Zentrum und BeratungsZentrum für Angehörige
1060 Wien, Gumpendorferstrasse 157/3.OG
Tel.: 4000-53090, telefonische Anmeldung Mo bis Fr von 8 – 14 Uhr

Psychosozialer Dienst (PSD)1090 Wien, Fuchsthallergasse 18
Tel.: 01 / 310 25 73 oder  310 25 74   von 8 – 20 Uhr
310 87 79  oder  310 87 80   von 20 – 8 Uhr und Sa, So- u. Feiertage
Psychiatrische Soforthilfe 365 Tage, 24 Stunden: 31 330

Verein für Sachwalterschaft u. Patientenanwaltschaft 
 1200 Wien, Forsthausstr. 16 – 20
Tel.: 01 / 330 4600
Fax: 01 330 4600 -300,
E-mail: verein@vsp.at

Österreichische Alzheimer Gesellschaft
Prim.Univ.Prof.Dr. Josef Marksteiner
Abt. für Psychiatrie und Psychotherapie, Landeskrankenhaus Hall
6060 Hall in Tirol, Milser Strasse 10
Tel.: 050504-33001,
Fax 050504-33004
E-mail: josef.marksteiner@tilak.at

Geronto Psychiatrisches Zentrum – GPZ
Beratungsstelle für seelische Gesundheit im Alter
8010 Graz, Plüddemanngasse 33
Tel.: 0316 / 89 00 35 (Mo bis Fr 9-13 Uhr, sowie nach telefonischer Vereinbarung)
E-Mail: gpz@gfsg.at

Selbsthilfegruppen für Angehörige

Alzheimer Austria Antonia Croy,
Monika Natlacen
1020 Wien, Obere Augartenstr. 26-28
Telefon/Fax: 01 332 51 66
E-mail: alzheimeraustria@aon.at;
http://www.alzheimer-selbsthilfe.at

„Der lange Abschied“
Gesprächsgruppe unter Leitung von
Sigrid Boschert und
Mag. Christine Maieron-Coloni,
beide Caritas Wien.
1130 Wien, Kardinal König-Platz 3
Voranmeldung erforderlich
Tel.: 0664 842 96 09 oder
Angehörigentelefon Mittwochs 10 – 13 Uhr unter 01 878 12 550

Gesprächsgruppe für Frauen, deren Partner an Demenz leiden
Mag. a Christine Maieroni-Coloni und Dr. Gabriela Trauttmansdorff
1020 Wien, Große Sperlgasse 7/3
Anmeldung
Tel.: 0664 842 96 09
E-mail: christine.maieroni-coloni@caritas-wien.at

Psychosoziale Angehörigenberatung Wien
individuell, kostenlos, Hausbesuche
Mag.a Sabine Kloibmüller 0664 825 22 58
sabine.kloibmueller@caritas-wien.at
Mag.a Christine Maieron-Coloni
0664 / 842 96 09
christine.maieron-coloni@caritas-wien.at

ADE Angehörige demenzerkrankter Personen
Hanna Fiedler
+43 650 32 38 138
E-Mail: hanna@und-wer-hilft-uns.at
http://www.und-wer-hilft-uns.at/shg-frontotemporal-pick/

SHG Alzheimer und Demenz St. Pölten
Roswitha Singer,
Tel.:06540 8044844
singer.r@gmx.at
Jürgen Gruber,
Tel: 0676 5072236
Juergen.gruber@a1.net
Pflegeheim An der Traisen,
3100 St. Pölten; Hermann Gmeinergasse 4

Hilfswerk Baden
Friedrich Zeidler
2500 Baden, Pergerstr. 15
Tel.: 0664 413 61 62
Fax: 02252-862607
alzheimerangehoerige@gmail.com
http://www.alzheimerangehoerige-baden.com

Stammtisch für pflegende Angehörige Tulln
Margit Zimmermann,
Tel. 0664/1431640
3430 Tulln, Wilhelmstrasse 31
Email: margrit.zimmermann@gmx.at

Angehörigengruppe im LPH Tulln
„Rosenheim“DGKS Edith Schön,
Tel. 02272/65000 745241
E-mail: lph.tulln@noelandesheime.at

SHG Alzheimer Angehörige Mistelbach
Maria Schmelzer
2130 Mistelbach,
Pfarrgasse 3
Tel.: 02572 3892
E-mail: sst.mistelbach@caritas-wien.at

HSSG Landesverband NÖ
Hilfe zur Selbsthilfe für seelische Gesundheit
2351 Himberg, Leopold-Ruppgasse 35
Herbert Heintz,
Tel. 0664 4040541
Email: hssg@aon.at

SHG Alzheimer + Demenz
Amstetten Mauer
Traude Izaak
Tel: 0664/593 45 84
Treffen im Landesklinikum Mauer
Küchenbereich

Caritas St. Pölten
DGKS Lea Hofer – Wecer
3100 St. Pölten
Hasnerstrasse 4
Tel: 0676 838 44 609
Email: bup.hofer-wecer@stpoelten.caritas.at

SHG Alzheimer+Demenz Amstetten Mauer
Roswitha Mottl, Tel.: 07435-57214
Elisabeth Haller, bup.haller@st.poelten.caritas.at
Treffen im Landesklinikum Mauer
Küchenbereich

Margarete Sitz MSc. Tel: 02622 89820 446
2700 Wiener Neustadt
Stadtheim, Lazarettg.5
Email: margarete.sitz@stadtheim.at

„Vergiß mein nicht“ SHG für Angehörige von Alzheimer-und Demenzkranken
Mag. Felicitas Maurer, Tel: 0650 4941051
selbsthilfe.demenz.krems@gmx.at
Edith Kamleitner, Tel: 0664 4964541
edith.kamleitner@gmail.com

Angehörigentreff „Hand in Hand“
LPH Mödling, Grenzgasse 70
Tel.: 02236-24334732201
www.lph-moedling.at

Apotheke Gmünd 2
Frau Mag. Kitzler, 02852-526 66
3950 Gmünd, Schubertstr.21
www.apothekegmuend.at

M.A.S – Alzheimerhilfe – Zentrale
DAS Petra Gschwendter
petra.gschwendter@mas.or.at
DAS Cornelia Mikenda
cornelia.mikenda@mas.or.at
4820 Bad Ischl,
Lindaustrasse 28
Tel. u. Fax: 06132 / 214 10 16
http://www.mas.or.at/

Doris Reitmayr
4400 Steyr,
F. Leharg.24
Tel: 07252-87624/20
Fax: /40
E-mail: doris.reitmayer@volkshilfe-ooe.at
Treffen letzter Donnerstag im Monat
19 Uhr Tageszentrum Lichtblick

Alzheimer und verwirrte Menschen
Kontakt: Sozialpsychische Beratungsdienste Magistrat der Stadt Wels
4600 Wels, Quergasse 1
Tel.:07242/235 1749
Email: selbsthilfe.sbp@wels.gv.at

Wir konnten leider keine Gruppe im Burgenland finden. Falls Sie eine Gruppe betreiben, nehmen Sie mit uns Kontakt auf, dann können wir die Information in unsere Seite integrieren.

Landesnervenkrankenhaus
Abt. für Gerontopsychiatrie
8053 Graz, Wagner-Jauregg-Platz 1
Anmeldung und Information zur Angehörigenberatung unter
0316/2191-2216

SALZ Selbsthilfe Alzheimer
8010 Graz, Leechgasse 30
Tel.: 0664 48 70 809 oder 0650 58 11 221
E-mail: salzsteiermark@gmail.com
http://www.selbsthilfe-alzheimer.at

Compass-Sozial- und Gesundheitsverein
Gerlinde Stessel, MAS,
8010 Graz, Floßlendstraße 18
Tel.: 0316  687 141
Fax 0316  687 141-41
E-mail: g.stessel@compass-org.at
http://www.compass-org.at

Sozialmedizinisches Zentrum Liebenau
8041 Graz, Liebenauer Hauptstr. 141
Tel.: 0316  428 161 oder 0664 343 83 81
Fax: 0316 462 340
http://www.smz.at

Offene Gruppe für Angehörige von Demenzkranken
Knittelfeld
Ansprechpartner: Dipl. Lebens- und Sozialberaterin Erika Weigl
Tel.: 03612 449 88
www.beratungszentrum.at

SHG Alzheimer Angehörige
Christian Doppler Klinik
Ursula Frömmel
5020 Salzburg, Strubergasse 51
Tel.: 0664 579 4143 (Bitte Abends anrufen)

Alzheimer Café – Tagebetreuung
Manfred Hörwarter
Sozial- und Gesundheitszentrum Gnigl „St. Anna“
5023 Salzburg, Grazer Bundesstr. 6
Tel.: 0662  649 140 18
E-mail: manfred.hoerwarter@diakoniewerk.at
oder st.anna@diakoniewerk.at

Alzheimer Angehörige Pongau
Familien und Sozialzentrum St. Johann
5600 St. Johann, Hauptstr. 67
Maria Theresia Grimus
Tel.: 0664 171 96 64
Email: mthgrimus@sbg.at
www.salzburg.at/miniweg/alanpongau

Barbara Wimmer,
Demenzberatung Diakoniewerk Salzburg
A-5020 Salzburg,
Guggenbichlerstrasse 20
Tel.: 0662 638 59 12 oder 0662 63 85 912
Email: barbara.wimmer@diakoniewerk.at
Web: www.diakoniewerk-salzburg.at

SHG Alzheimerkranke und deren Angehörige Klagenfurt und Villach
Ansprechpartner:  Hannelore Pacher,
Tel.: 0699 12 59 34 84
E-Mail: hp15501@gmx.at
Reinhard Lackner 0676 90 64 047
www.alzheimer-demenz.jimdo.com

SHG Alzheimer und Demenz, Oberkärnten
Ansprechpartner: Mag. Brigitte Stocker
9872 Millstatt am See, Dellach 69
Tageszentrum Möllbrücke
Tel.: 0664 184 66 88
E-Mail: brigitte.stocker@simplydoit.com
www.alzheimer-demenz.jimdo.com

SHG für Angehörige von Demenzkranken
Himmelberg
Ansprechpartner: Angela Ackerer
Tel.: 0660 40 38 141
E-Mail: angela.ackerer@gmx.at

Leben mit Demenz – Selbsthilfegruppe
Althofen/Hemmaland
Ansprechpartner: Franz und Brigitte Fischer
Tel.: 0699 11 02 01 90
E-Mail: diakonfischer@gmx.at
www.alzheimer-demenz.jimdo.com

Friedrich Gottardie,
6020 Innsbruck, Pradler Straße 10
Tel.: 0676 89 82 902115
E-mail: memory@selbsthilfe-tirol.at

Bettina Oswald – Göbel
6341 Ebbs, Rossbachweg 10
Tel.: 05773 42 797
E-Mail: sozialsprengel-ebbs@aon.at
www.selbsthilfe-tirol.at

Selbsthilfe Osttirol
9900 Lienz, E.v.Hiblerstr.5,  BKH-Lienz
Tel.: 04852-606 290
Brigitta Krashofer 0664-38506606
selbsthilfe-osttirol@kh-lienz.at
www.selbsthilfe-osttirol.at

Selbsthilfegruppe Demenz – Reden wir darüber
Im Seniorenhaus am See
6971 Hard, Seestrasse 37
Maria Kettlgruber
Tel.: 0650 53 90 883
1. Donnerstag im Monat 19:30 – 21:30
1. Mittwoch im Monat ab 14:30

 

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