Ideen und Selbstbewusstsein im Alltag finden

Fasching
28 Feb, 2017

Ideen und Selbstbewusstsein im Alltag finden

Wenn man jemanden betreut, kommt manchmal der Punkt, an dem man erkennt, man hat gerade keine Ideen für den Gesprächsstoff und für Aktivitäten, die man gemeinsam machen könnte. Obwohl man doch vorbereitet zu der Betreuung hinkommt, spürt man trotzdem eine Unsicherheit in sich.

Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen können sich immer weniger auf ihre üblichen Sinnesorgane verlassen. Empathie ist eine Fähigkeit, die sich aus diesem Grund überproportional zu den anderen in den Vordergrund drängt.

Wenn man sich also nicht seiner sicher ist, spürt das der zu Betreuende. Und reagiert mit Unsicherheit, Abneigung und in manchen Fällen sogar mit Aggression.

Was ist der Ausweg?

Suchen Sie die Inspiration im Alltag, in der Umgebung und sich selber. Nur so sind Sie bei einer Betreuung mit sich im Reinen und können diese Sicherheit auch an die zu Betreuenden und ihre Angehörigen weitergeben.

Angenommen sie betreuen jemanden in der Faschingszeit:

  • Liest er/sie gern? Lesen sie gemeinsam Zeitung/Zeitschriften und diskutieren sie über die Themen. Stellen sie sich Fragen:
    • Woher kommt der Brauch Fasching zu feiern?
    • Warum verkleiden sich die Menschen dabei?
    • Welche Bräuche zu Fasching gibt es weltweit?
    • Welche Bräuche zu Fasching hat der zu Betreuende selber oft/immer gelebt und warum?
  • Bastelt er/sie gern?
    • Basteln sie gemeinsam etwas themenspezifisches. (z.B: Es gibt Gipsmasken die man bekleben und bemalen kann.)
    • Machen sie gemeinsam ihr eigenes Konfetti. (Wer hat behauptet, dass es unbedingt rund sein soll?)
    • Laternen, Luftschlangen, … jegliche Dekoration für den passenden Feiertag

Öffnen sie sich selber gegenüber dem Menschen.

Es macht keinen Sinn den Menschen nach seiner gewünschten Verkleidung zu fragen, wenn man nicht bereit ist, selber auf die gleiche Frage zu antworten. Man muss in dieser intensiven Arbeit unweigerlich etwas von sich selber Preis geben, um eine funktionierende Beziehung und ein Vertrauensverhältnis herstellen zu können.  Nur den zu Betreuenden Fragen zu stellen, verunsichert, verwirrt und veranlasst zum Rückzug.

Vorbereitung, Offenheit und Vertrauen (vor allem sich selbst gegenüber) sind wichtig. Halten Sie die Augen und Ohren offen und ihre Intuition wird Sie nicht im Stich lassen.

In diesem Sinn: Lei Lei – Wir haben alle Masken auf, und manchmal kann man sie aber auch ganz gefahrlos absetzen.


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